Die beste Siebträgermaschine - Teil 1 - Stromverbrauch – Ökonomie und Ökologie beim Kaffeezubereiten

Was ist die beste Siebträgermaschine?

„Was ist die beste Siebträgermaschine?“ oder „Welche Espressomaschine könnt ihr mir empfehlen?“ – diese Fragen hören wir täglich und auch gerne. Die richtige Antwort auf diese Fragen kann aber nur lauten: Es ist immer die Kaffeemaschine die zu dir passt!

Bei einem Besuch in unserem Showroom besprechen wir in Ruhe, was dir wichtig ist und finden dann die für dich wirklich passende Espressomaschine. Hier möchten wir dir in sieben Teilen einen Überblick geben nach welchen Kriterien du die beste Siebträgermaschine für dich finden kannst:

  • Teil 1 - Stromverbrauch – Ökonomie und Ökologie beim Kaffeezubereiten
  • Teil 2 - Aufheizzeit – Wie lange will ich warten bis zum ersten Kaffee?
  • Teil 3 - Getränke – Espresso, Americano, Creme oder auch gerne Milchschaum?
  • Teil 4 - Temperaturkontrolle – PID – Möchte ich Einfluss nehmen können?
  • Teil 5 - Kleine Helferlein – Manometer, Shot-Timer, Dosierelektronik, Volumentrik – wie einfach mag ich es?
  • Teil 6 - Design und Haptik – zwischen Klassik und modernen Einflüssen
  • Teil 7 - Preis und Wert - Ist teuer immer das Beste?

Teil 1 unserer Serie beschäftigt sich mit dem Thema Stromverbrauch deiner Espressomaschine. Gerade in der heutigen Zeit wird die Frage immer häufiger gestellt, ob es ökologisch und ökonomisch sinnvoll ist, für wenige Milliliter Espresso große Wasserkessel mit viel Energie zu erhitzen und welche Alternativen sich bieten.

Die Angaben zum Stromverbrauch von Espressomaschinen sind in Deutschland häufig noch sehr versteckt und wenig Aussagekraft. So wird von den Herstellern in der Regel nur die Leistung angegeben – also wie viel Watt die Maschine benötigt. Der eigentliche Energieverbrauch – also wieviel Kilowattstunden Strom im Betrieb verbraucht werden findet sich kaum. Das ist auch nicht weiter verwunderlich – ist dieser Verbrauch höchst individuell und abhängig von der Nutzung.

Ein Blick in die Schweiz zeigt aber, dass es auch anderes geht. Dort muss für alle Kaffeemaschinen im Verkauf schon seit 2015 eine Energieetikette vorgelegt werden, aus der die Energieeffizienz und der Energieverbrauch nach einem genau vorgegeben Zyklus abgelesen werden kann.

Das heißt: Nach einem vorgegeben Rhythmus wird das Aufheizen, der Kaffeebezug, der Dampfbezug und das Abkühlen simuliert und der dadurch ermittelte Stromverbrauch pro Jahr angegeben. Nähere Informationen findet ihr auf Seite des Schweizerischen Bundesamt für Energie 

Das wirklich gute: Der Stromverbrauch wird durch dieses Verfahren absolut vergleichbar.

Schauen wir uns einige Beispiele an:

Ascaso ist der Profi wenn es um den Bau von Espressomaschinen mit Thermoblock geht. Hier wird für den Espressobezug – und bei den meisten Modellen auch für den Dampfbezug auf einen Wasserboiler verzichtet. Statt dessen werden Thermoblöcke erhitzt die dann ähnlich einem Durchlauferhitzer das Wasser erwärmen.

Nachstehende Tabelle zeigt die Ergebnisse von Ascaso – bei Darstellung der Kosten rechnen wir 40 Cent pro kWh

Modell

Energieverbrauch EN 60661

Stromkosten

Ascaso Steel UNO PID schwarz

212,18 kWh

84,87 €

Ascaso Steel DUO PID schwarz & weiß

346,75 kWh

138,70 €

Ascaso Dream PID schwarz & anthrazit

212,18 kWh

84,87 €

Ascaso Baby T Plus schwarz & weiß

445,3 kWh

178,12 €

 

Subjektiv kann man nun vielleicht einschätzen, ob diese Werte jetzt hoch und niedrig sind. Spannend wird es dann im Vergleich – z. B. mit klassischen Boilermaschinen:

Modell

Energieverbrauch EN 60661

Stromkosten

Lelit PL 62 X Mara – Lelit Mara X

265,9 kWh

106,36 €

Lelit Anna PL  41 TEM

310,7 kWh

124,28 €

Rocket Appartamento

1121,3 kWh

448,52 €

Quick Mill Stretta 0820 

287,4 kWh

114,96 €

Bezzera Duo TOP DE

429,7 kWh

171,88 €

Profitec PRO 300

763 kWh

305,20 €

Profitec PRO 400

467 kWh

186,80 € €

 

Mit Blick auf diese Tabelle werden sowohl die Unterschiede sichtbar – als auch die Überraschungen größer. So verbraucht die „kleine“ Lelit Anna mehr Energie als die größere Lelit Mara X. Und es fällt auf, dass zumindest nach dieser Tabelle die Rocket Appartamento mit großem Abstand Schlusslicht ist und ein mehrfaches der Energie verbraucht als z. B. die Bezzera Duo.

Schauen wir uns die Kosten an: Der Betrieb einer Rocket Appartamento kostet – wahrscheinlich vor allem aufgrund des nicht isolierten Boilers pro Jahr 448,52 EUR. Eine hinsichtlich Funktionen mindestens gleichwertige, häufig aber überlegende Profitec Pro 400 nur 186,80 EUR. Das sind über 250 EUR im Jahr!

Noch größer fällt der Vergleich mit den Thermoblöcken von Ascaso aus. Vergleicht man die z. B. die Ascaso Steel DUO PID mit anderen Dualboilern wie der Bezzera DUO TOP DE oder der Pro 300 von Profitec liegen die Unterschiede zwischen 33 und 166 EUR.

Lasst uns an dieser Stelle betonen, dass der Stromverbrauch nicht das einzige Kriterium ist, um die beste Siebträgermaschine zu finden – aber es sollte zumindest in die Entscheidung mit einfließen.

Und wer ist jetzt unser Sieger?

Die IDEA Espressolo PLUS – mit einem Stromverbrauch von nur 208,10 kWH / 83,24 EUR im Jahr haben wir eine wirklich kompakte Maschine mit klassischer E61-Brühgruppe die für die Espressozubereitung einen gut isolierten Boiler verwendet und den Dampf über einen zuschaltbaren Thermoblock produziert. Gerade im Vergleich mit anderen Dualsystemen – insbesondere den Dualboilern – ein echtes Stromsparwunder. Und selbst im Vergleich mit den effizienten Thermoblöcken z. B. in der Steel DUO PID sind es 60% weniger Energie.

Idea Espressolo Plus

Unsere Empfehlung:

Wenn dir der Energieverbrauch wichtig ist, werfe einen Blick auf die Thermoblockmaschinen. Wenn es ein klassischer Boiler sein soll, sollte dieser isoliert sein.

Idea Espressolo Plus Energieetikette

 

 

Bild (Stecker und Geld) von Alexander Stein auf Pixabay

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